Unberührter Indianerstamm in Brasilien gesichtet

Autor: Riko
30. Mai 2008

Angesichts der Globalisierung und zunehmenden Technisierung des Alltagslebens mag man es kaum glauben. Doch es gibt tatsächlich noch Stämme, die völlig isoliert von der so genannten Zivilisation leben und nie mit der Außenwelt in Kontakt kamen.

Eine brasilianische Regierungsbehörde, die sich mit dem Schutz von Ureinwohnerstämmen beschäftigt, veröffentlichte am Dienstag sensationelle Bilder aus dem brasilianisch- peruanischen Grenzgebiet. Darin sind rot bemalte Stammeskrieger zu sehen, die mit Pfeil und Bogen auf das Flugzeug schießen, von welchem aus die Fotos aufgenommen worden sind. Die brasilianische Regierung hat sich seit über 20 Jahren zur Aufgabe gesetzt, die in ihrem Land lebenden isolierten Stämme zu beobachten und schützen. Um ihnen die Autonomie und den Lebensraum nicht zu rauben, versucht man jegliche Kontaktaufnahme zu vermeiden. Die Fotos wurden gemacht, um die Existenz dieser Menschen und die Notwendigkeit deren Schutzes unter Beweis zu stellen.

Illegale Abholzungen bedrohen seit langem die von der Außenwelt abgeschnittenen Ureinwohner Brasiliens. Die internationale Organisation „Survival International“ schätzt die weltweite Anzahl der nichtkontaktierten beziehungsweise unentdeckten Stämme auf 100. Die meisten von ihnen Leben in den Urwäldern Brasiliens und Perus. Stephen Corry, Direktor von „Survival International“, betonte dass diese Völker aussterben könnten, wenn die Welt nicht aufwache und sich um dieses Problem kümmere. Falls man die internationale Kulturenvielfalt bewahren möchte, sollte diese Mahnung auf jeden Fall ernst genommen werden.


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Michael schreibt
am 4. Juni 2008 um 15:26 Uhr

Das macht doch die Faszination der Natur aus. Denn noch wissen wir nicht alles über unsere Erde. Und neben unentdeckten Tierarten, ist dieser jetzt entdeckte Indianerstamm einfach überraschend und faszinierend. Hoffentlich wird jetzt nicht eine mediale Jagd auf diesen Stamm gemacht. Und vielleicht lernt die Menschheit den Artenschutz besser zu würdigen. Denn Rodungen bedrohen nicht nur Tiere, sondern auch Menschen.

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