Kino.to aufgrund von Urheberrechtsverletzungen geschlossen

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Juni 9, 2011 14:02

Kino.to aufgrund von Urheberrechtsverletzungen geschlossen

Kino.to war bzw. ist mehr oder minder eine Art Geheimtipp, wenn es darum geht die neusten Kinofilme ganz bequem zu Hause anzusehen. Mich wunderte schon lange, wieso dieses Portal offen bleibt. Damit ist jetzt Schluss.

Grund der Anklage: Als sogenannter Streaming-Hoster haben sich die Betreiber schuldig gemacht illegale Kopien von Filmen für Internet-Nutzer bereitgestellt zu haben.

Kino.to kennen alle, die gerne neue Filme schauen, aber nicht in’s Kino gehen möchten. Also schnell auf die Seite gesurft und den Lieblingsfilm angeklickt. Dann nur kurz warten bis er geladen ist und schon kann das Heimkinovergnügen losgehen. Ja, klingt schön, ist jetzt aber erstmal vorbei. Zumindest fiel jetzt die Klappe für das Portal kino.to. Insgesamt sollen sich 21 Menschen schuldig gemacht haben. 12 davon sitzen laut dem Hamburger Abendblatt bereits in Untersuchungshaft. Es wurden 42 Wohnungen, Büros und Rechenzentren in 20 Orten durchsucht bzw. „hochgenommen“-  und zwar in Hamburg, Bremen, Frankfurt am Main, Zwickau, Berlin,  Nürnberg und München sowie im Ausland. Genauer in Frankreich und Spanien.

Wer jetzt denkt, dass er die Filme nur angeschaut hat und somit fein raus aus dem Schneider ist, der könnte sich unter Umständen getäuscht haben. Denn es wäre nicht unwahrscheinlich, wenn auch die Nutzer ihr Fett wegbekommen. Doch das ist noch nicht sicher, weil kein Urteil zur Nutzung von urheberrechtlich geschützten Streaming-Inhalten gibt. Deswegen bewegen sich alle Seher zwar in einer rechtlichen Grauzone, aber trotzdessen sollte man sich nicht zu sicher wiegen.

Wahrscheinlich ist es auch, dass nun die Schließung ähnlicher Portale droht. Denn kino.to ist ja nun nicht die einzige Streaming Seite, die dieses Angebot hat. Aber es wird eben auch etliche neue Portale geben, die nun die große Marktlücke von kino.to nutzen wollen um selbst ihr Geld z.B. durch die Werbeeinnahmen auf deren Seiten zu verdienen. Man darf also gespannt sein die die ganze Sache weitergeht. Es erinnert mich etwas an die Musiktauschbörsen.

Image: ThinkStock, iStock, Tashatuvango

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Juni 9, 2011 14:02