Wie heute bekannt wurde, wurde erstmals nachgewiesen, dass Fischöle in ihrer natürlichen Form hochkonzentriertes Arsen beinhalten.

“Bisher nahm man an, dass Arsen im Fisch ungiftig ist. Doch nun wurde klar, dass diese Annahme zu wenig komplex ist”, sagt Kevin Francesconi, Leiter der Arbeitsgruppe Umwelt- und Spurenanalytik an der Universität Graz.
Bestätigt sich die Gefährlichkeit der entdeckten öllöslichen Arsenverbindungen in Fischölen, wird dies Folgen für den Vertrieb zahlreicher Gesundheitsprodukte haben.
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Gestern erreichten uns sensationelle Bilder vom Planeten Mars. Die US- Mars-Sone „Phoenix“ hat Bilder gesendet, auf denen Schnefall zu erkennen ist.
Die Flocken verschwinden allerdings, bevor sie den Boden berühren. Erst kürzlich wurden die Minerale Kalk und Phyllosilicat nachgewiesen, die in flüssigem Wasser zu finden sind.
Seit dem 25. Mai sucht die Sonde auf dem Mars nach Spuren, die ein Leben auf unserem Nachbarplanten möglich machen würden.
Bis jetzt gab es dazu aber noch keine Erkenntnisse. Die Sonne steht nur noch vier Stunden am Tag am Himmel und die Solarzellen der Sonde werden damit spätestens Ende Oktober versagen.
Der Erdboden auf dem Mars ist staubtrocken, so die Wissenschaftler der NASA, aber sie enhält Karbonate, die sich nur unter flüssigen Bedingungen bilden können. Im inneren Kern des Planeten soll sich sogar Eis befinden, was auf den Nachweis von Perchlorat zurückgeführt wird.
Perchlorat wird als Raketentreibstoff eingesetzt, setzt den Gefrierpunkt von Wasser stark herab und wurde anfangs als irdische Verunreinigung angesehen. In dieser Perchloratbrühe hätten Bakterien heranwachsen können. Dazu hätte es allerdings etwas wärmer seien müssen, so dass das Eis im inneren des Planteten hätte schmelzen können.
Nun müssen sich die Wissenschaftler weiter gedulden und hoffen, dass die US-Sonde nach ihrem “Winterschlaf” wieder erwacht und weiterhin nach Leben auf dem Planten suchen kann. [...mehr]

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Das Chamäleon Furcifer Labordi, das seinen Lebensraum auf Madagaskar hält, hat eine ungewöhnliche, aber einmalige Lebensgeschichte. Denn das Chamäleon lebt nur ein Jahr, und das zumeist in einem Ei. Die Jungtiere dieser Reptilienart entwickeln sich somit acht bis neun Monate in diesem Ei. Eine lange Zeit, in denen die Reptilien ein eher passives Leben frönen müssen.
Nach acht bis neun Monaten schlüpfen sodann die Jungtiere. Sie werden nach zwei Monaten geschlechtsreif, beginnen sich fortzupflanzen, und sterben, so die Süddeutsche Zeitung. Insofern lassen sich ältere Reptilien nicht vorfinden.
Die Lebensgeschichte dieses Landwirbeltieres ist deshalb einmalig, weil es sein aktives Leben auf eine kurze Zeit reduziert hat, und das in Relation zu der längeren Zeit im Ei. Diese kurzlebige Lebensgeschichte des Chamäleons findet sich eher noch bei Insekten wieder.
Die Natur fasziniert die Menschen immer wieder. Und die Lebensgeschichte des Chamäleons Furcifer Labordi ist so ein Wunder der Natur. [...mehr]

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Das Stimmungsbild kann erheiternd, aber auch depressiv sein. Und diese widersprüchlichen Stimmungsbilder löst Marihuana aus. Aber nach einer australischen Studie der Universität Melborune lässt Marihuana auch das Gehirn schrumpfen, so die Berliner Zeitung. Dabei wurden die Gehirne von 15 Männern über 20 Jahre vermessen, die täglich mindestens fünfmal Marihuana konsumiert hatten.

Und das Ergebnis ist beachtlich. Denn der Hippocampus, in dem Erfahrungen und Erlebnisse verarbeitet und gespeichert werden, hat sich um 12 Prozent verkleinert. Ebenso hat sich der Mandelkern, in dem Erfahrungen und Erlebnisse mit Emotionen verbunden und gespeichert werden, um 7 Prozent reduziert. Diese neuen Erkenntnisse sind in einem Vergleich mit einer Personengruppe gewonnen, die nicht Marihuana konsumierten.
Der regelmäßige Konsum von Marihuana beeinträchtigt nicht nur die Größe des Gehirns, sondern auch dessen Funktionen. Auch wenn Cannabis seine guten Seiten hat, so mehren sich aber seine schlechten Seiten. [...mehr]

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Runde Nase, große Augen, weiches Fell, kleiner Schwanz. So süß war Ratatouille. Und so süß sind auch die Hausratten. Ansonsten gehören die Ratten nicht zu den beliebten Nagetieren. Insbesondere die Wanderraten sind in Deutschland heimisch, denen die Menschen mit einer großen Abscheu begegnen. Denn sie kommen aus der Kanalisation, ernähren sich von Speiseresten und nisten sich in die Lebensräume der Menschen ein. Sie sind nicht wählerisch und können überall sein, in Wohnungen, Bahnhöfen, Supermärkten, Restaurants, Bäckereien. Und Deutschland sieht sich einem zunehmenden Rattenbefall entgegen.
Dabei besteht die Gefahr darin, dass die Wanderratten gefährliche Infektionen bei den Menschen auslösen können. Denn sie sind den Tieren zuzuordnen, die Krankheiten auf den Menschen übertragen. Insbesondere die bekannten Infektionen mit Pest, Leptospiren oder Hantaviren können von den Ratten übertragen werden. Weitere Informationen zu diesen Infektionen und deren Verläufe sind der Welt zu entnehmen.
Auch wenn in Deutschland eine Invasion der Ratten noch nicht befürchtet werden muss, so sind präventive Maßnahmen unausweichlich. Denn Ratten sind fruchtbare Nagetiere, die sich schnell verbreiten. Und eine steigende Population an Ratten erhöht die Gefahr der ansteckenden Krankheiten. Daher sollte das Problem mit den Ratten an Ernsthaftigkeit gewinnen. Ansonsten muss Deutschland mit ähnlichen Missständen wie in Paris rechnen. Denn hier stellen die Ratten die zweite Bevölkerung neben dem Menschen dar. [...mehr]

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Das Humane Immundefizienz Virus verbreitet sich schnell und leise. Aber das Wissen um diese tödliche Krankheit mindert nicht die Zahl der neuinfizierten Menschen. Im Gegenteil, immer mehr Menschen infizieren sich mit dem immunschwächenden Virus. Und das gesellschaftliche Problem haben nicht allein die dritte Welt, sondern auch zunehmend die westlichen Länder.

Normalerweise lässt sich die Diagnose über einem Bluttest unter ärztlicher Anleitung stellen. Aber das Ergebnis bringt bange Stunden zwischen Hoffnung und Verzweiflung mit sich. Ein Schnelltest im Eigengebrauch soll hier Abhilfe schaffen. Nach 20 Minuten kann über Leben und Tod entschieden werden. Was den Krankenhäusern zunächst vorbehalten war, findet nun auch Eingang in die privaten Haushalte. Dabei wird Speicherflüssigkeit aus dem Mundraum entnommen und auf den Virus getestet. Aber sicher ist das Ergebnis nur bei einer sach- und fachgerechten Anwendung. Und hier liegt das Problem. Denn nicht ein Arzt, sondern ein Leihe führt diesen Test durch. Eine eindeutige Sicherheit über die gestellte Diagnose kann dieser Schnelltest ebenso nicht leisten wie ein Schwangerschaftstest.
Der Schnelltest im häuslichen Gebrauch ist revolutionär. Aber insbesondere die Gefahr einer tödlichen Infektion mit dem menschlichen, immunschwächenden Virus sollte nicht leichtfertig genommen werden. Denn ein schwanger oder nicht schwanger hat nicht die schwerwiegenden Konsequenzen wie ein positiv oder negativ. Und daher sollte auf einen sicheren Test beim Arzt vertraut werden. [...mehr]

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Als Philosophiestudent muss ich mir häufig Witze in der Art von “wieso lernst Du keinen anständigen Beruf?” etc. anhören. Bei manchen Gelegenheiten erkundigen sich auch die (werdenden) Ärzte, die längst ein Konto bei der Apo-Bank haben, ob es auch eine eigene Bank für Philosophen gibt – etwa die Park-Bank? Muahahahahaha. Geschenkt: Kleine Snobs wie ich studieren Philosophie ja gerade, WEIL sie über den Dingen stehen.
Aber ich könnte Unrecht haben. Womöglich bietet mein Fach mir eine Menge konkreter Berufsmöglichkeiten, von denen ich bislang nichts ahne. So jedenfalls verhält es sich mit einer Freundin, die Psychologie studiert – sie arbeitet seit Jahren als Führerin für Kinder im Naturhistorischen Museum. Ihre Vorgesetzten sind ebenfalls Psychologen.
Offensichtlich muss man, um in der Museumspädagogik Karriere zu machen, einen Abschluss in Psychologie haben. Wozu also mag Philosophie geeignet sein? Sind überzeugte Utilitaristen womöglich die optimalen Kandidaten für das Management skrupelloser Hedgefonds? … Scheint jemand, der über de Sade promoviert hat, nicht hervorragend geeignet, um die schmerzhaft langweiligen Drehbücher Hollywoods zu verfassen …? Und ist nicht Einer, der Montaigne berühmten Essay über die Freundschaft hoch- und runterbeten kann, prädestiniert als Moderator für schmuddelige Kuppelshows im Privatfernsehen?
… Die Wege der Vorsehung sind unergründlich …
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“Schlaf”, notierte Hebbel in seinen Tagebüchern, “ist ein Hineinkriechen des Menschen in sich selbst.”
Der amerikanische Biologe Jerry Siegel von der Universiy of California mag Hebbel nicht kennen; gleichwohl teilt er dessen Ansichten: In einem unlängst im “New Scientist” veröffentlichten Aufsatz vermutet Siegel, dass der Schlaf vor Allem einen Zweck erfüllt: Energiesparen.
Warum wir schlafen müssen, ist bislang nicht erschöpfend erforscht. Klar ist, dass der Verdauungsapparat eine Pause machen, das Gedächtnis sich ordnen kann – aber ob das der ursprüngliche Zweck des Schlafes war, bezweifelt Siegel stark. Der Biologe nimmt vielmehr an, dass diese nützlichen Eigenschaften im Laufe der Evolution zum Schlaf dazukamen – quasi als Nebenprodukte. Aber primär gehe es darum, möglichst wenig Energie zu verbrauchen zwischen den elementaren Beschäftigungen des Nahrungssuchens, Fressens, der Fortpflanzung und der Kinderaufzucht. Ein biologischer Standby also – wie beim Fernseher. Das Menschenbild der Biologen beeindruckt immer wieder ob seiner ausgesprochenen Nüchternheit.
Warum sonst verbringen so viele Tiere immer noch weit mehr als die Hälfte ihres Lebens (wie der Mensch es tut) “im Schlaf”? Löwen beispielsweise schlummern bis zu 14 Stunden täglich vor sich hin.
Angesichts der Ungewissheit, die immer noch über den Schlaf herrscht, stimmen nur wenige Fachkollegen Siegels These zu. Die meisten lehnen sie unter Verweis auf den menschlichen Schlaf ab – unsere acht Stunden täglich sind nämlich nicht gerade dazu geeignet, Energie zu sparen. Schon möglich, dass Siegel eine These aufgestellt hat, die vor Jahrmillionen mal zutraf – heute, so scheint es, tut sie es nicht mehr. Abgesehen davon, hat die Menschheit gelernt, Kaffee zu kultivieren; und Schlaf ist etwas, dass – seien wir ehrlich – langfristig keine Zukunft hat.
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In Südamerika wurde der Schädel eines Riesennagetiers gefunden, das vor Jahrmillionen in der Gegend des heutigen Uruguay lebte.
Bruce Chatwin suchte in Patagonien vergeblich nach den Spuren eines prähistorischen Riesenfaultiers. Von dessen Existenz war der britische Schriftsteller allerdings fest überzeugt: Immerhin besaß er selbst ein Stück Fell; ein Familienerbstück.
Einen nicht weniger aufregenden Fund machten vor Kurzem die Naturwissenschaftler Andrés Rinderknecht und Ernesto Blanco vom Naturhistorischen Museum in Montevideo: Wie sie in “Proceedings of the Royal Society” berichten, entdeckten sie an den Ufern des Rio de la Plata den Schädel eines Riesennagers. Das Fundstück ist 53 Zentimeter lang. Einer groben Schätzung zufolge mag das Mäuschen zwischen 500 Kilogramm und zwei Tonnen gewogen haben. Damit würde es sich um das größte bislang bekannte Nagetier handeln. Die Forscher stuften ihre Entdeckung als unbekannte Art in der Familie der Dinomyidae ein. Die Riesenmaus lebte vermutlich vor zwei bis vier Millionen Jahren. Aufgrund der Backenzähne, die auf eine schwache Kaumuskulatur schließen lassen, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Josephoartigasia monesi – so tauften sie ihren Fund – ein Pflanzenfresser war.
Würde Chatwin noch leben, er wäre wohl längst an den Ufern des Rio de la Plata – wer weiß, ob sich im schlammigen Grund des Flusses nicht die Gebeine seines Riesenfaultiers finden ließen? [...mehr]

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Rund 30 Prozent aller US-Amerikaner lehnen die Evolutionslehre nach Darwin ab. Das ist, spätestens seit Dawkins‘ „Gotteswahn“, hinlänglich bekannt. Vor Kurzem berichtete die „Welt“, dass der Kreationismus auch in Deutschland Anhänger hat: Immerhin 10-12 Prozent der Bundesbürger, schrieb das Blatt, würden nicht an die Evolution „glauben“. Die Zeitung beruft sich auf Hansjörg Henninger, einen „Weltanschauungsexperten“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Es mutet schon paradox an, dass man einen Mann in Diensten der Kirche zu dem Thema heranzieht – schlimmer aber ist der Lapsus, der den Redakteuren offenbar unbewusst passiert: Sie sprechen vom „Glauben“ an die Evolutionstheorie, als sei die Frage, ob man Darwins Thesen akzeptiert, religiöser Natur, so wie die Frage nach Himmel, Hölle, Engeln und Auferstehung.
Das ist sie definitiv nicht. Darwins Erkenntnisse sind wissenschaftlich fundiert. Nun ist die Evolution zweifellos kompliziert, und man kann nicht von jedermann erwarten, mit ihr vertraut zu sein. Umso gefährlicher ist eine nachlässige Wortwahl. Für jemanden, der sich mit Darwin nicht gerade eingehend beschäftigt hat, stellen die Redakteure die Evolutionslehre durch das Verb „glauben“ dar, als sei sie eine Sache der persönlichen Auslegung. Und bereiten damit, langfristig, Kreationisten einen furchtbaren Nährboden.
Ich will die Absichten der Redakteure nicht infrage stellen. Ihr Artikel, im Übrigen anlässlich der Eröffnung eines „Schöpfungsmuseums“ in den USA, ist polemisch und hält von derlei fundamentalistischem Bibelverständnis offensichtlich nichts. Aber möglicherweise richten sie mit dem kleinen Wort mehr Schaden an, als sie zu verhindern suchten. [...mehr]

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