Polizisten prügeln sich nicht, sie beschießen sich. So geschehen in Johannesburg. Denn diese ungewöhnliche Auseinandersetzung ereignete sich tatsächlich zwischen südafrikanischen Polizisten und deren streikenden Kollegen. Dabei eröffneten die streikenden Verkehrspolizisten den heftigen Schusswechsel auf ihre Kollegen, die sich aber mit Gummigeschossen zu wehren wussten. Mindestens sieben Polizisten wurden verletzt. Die blutige Auseinandersetzung zwischen den Polizisten versetzte ganz Johannesburg in Panik. Passanten mussten sich kriechend hinter den Fahrzeugen in Schutz bringen.
Der Streik, an denen sich 500 Verkehrspolizisten beteiligten, beinhaltete neben der Forderung nach einer besseren Entlohnung, auch Vorwürfe der Vetternwirtschaft. Der Streik ist aber nicht beendet, er wird noch ausgesessen.
Die Beweggründe für diesen initiierten Schusswechsel sind noch ungeklärt. Aber in letzter Zeit häufen sich in Südafrika die blutigen Übergriffe. Und dass eine Gewaltwelle zwischen Polizisten ausbricht, das ist ein neuer Umstand. [...mehr]

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Deutschland hatte seinen Bruno, und Südafrika hat seine Jessica. Und die Zeit rennt. Denn Jessica soll erschossen werden. Jessica ist ein Findelkind, das in der Familie Jouberts aufgenommen wurde. Sie öffnet Türen, sie trinkt Tee, und sie schläft im Bett. Aber Jessica ist ein Flusspferd. Und das ist ein schwerwiegendes Problem, insbesondere für den Nachbarn Van Vuurendie. Denn Jessica besucht ihren Nachbarn nicht einfach, sondern sie verwüstet sein Grundstück. Ein gegebener Anlass, ein Flusspferd auf dem eigenen Grundstück erschießen zu wollen? Ja, denn eine Lizenz zum Töten ist bereits gestellt. Aber dieses schwere Problem mit einem kaltblütigen Mord zu lösen, kann für Van Vuurendie nicht einwandfrei funktionieren. Jessica ist beliebt. Und das international. Die Medien reißen sich um dieses Flusspferd, das inzwischen einen Kultstatus erreicht hat.

Auch wenn die Nachbarn sämtliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben, so sollte Jessica nicht der neue Bruno werden. Die Menschen haben nicht das ausschließliche Recht zum Leben, sondern auch die Tiere. Freiheit für die Flusspferde! [...mehr]

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Momentan herrscht eine Welle der Gewalt in den Städten von Südafrika. Allein am zurückliegenden Wochenende sollen 14 Menschen ums Leben gekommen sein, die Opfer von fremdenfeindlichen Attacken seitens Südafrikaner geworden sind.
Hintergründe der ausufernden Fremdenfeindlichkeiten sind laut Angaben des Staates, dass viele Südafrikaner die Zuwanderer aus den Nachbarländern für die hohe Kriminalität und steigende Zahl der Arbeitslosen verantwortlich machen. Wie die süddeutsche.de berichtete, können allein in Township Alexandra rund 1.000 Menschen nur noch dank des Schutzes der Polizei vor den Übergriffen bewahrt werden. Bilder von brennende Menschen und Wohnungen gehen inzwischen um die Welt.
Gerade im Hinblick auf die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2010 ist man bei der Regierung um Präsident Thabo Mbeki bemüht, dem Fremdenhass einzudämmen. Konkrete Maßnahmen lassen sie allerdings noch vermissen, weshalb die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ äußerte, dass Südafrika auf eine humanitäre Katastrophe zusteuere. [...mehr]

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Die APO knutscht
Südafrika hat sein Sexualstrafrecht reformiert: Seit dem 1. Januar ist Unter-16jährigen das Küssen verboten; ausdrücklich auch, wenn es in beiderseitigem Einvernehmen geschieht. Der “Sexual Offences Act”, so hofft die Regierung, soll den sexuellen Missbrauch Minderjähriger verhindern und die Zahl der unerwünschten Schwangerschaften jugendlicher Mädchen reduzieren. Ob ein Kussverbot tatsächlich dazu beiträgt, diese Ziele zu erreichen, bleibt – zumal aus europäischer Sicht – wohl eher zweifelhaft. Und auch Südafrikas Teenager sehen es nicht ein, sich von der Regierung ihre Flirts diktieren zu lassen: Über diverse Internet-Foren haben sie den Januar zum “Nationalen Kuss-Monat” erklärt. An verschiedenen Treffpunkten sollen öffentliche Massenknutschereien stattfinden. Küssen als Methode der außerparlamentarischen Opposition – warum nicht? Was die hehren Ziele der Regierung betrifft, sei noch angemerkt, dass sie erwägt, für die Dauer der Fußballweltmeisterschaft 2010 das Prostitutionsverbot aufzuheben. [...mehr]

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