Der Abmarsch der russischen Soldaten aus Georgien ist kaum geschehen, da fand die russische Regierung eine Möglichkeit die Soldaten in den abtrünnigen Gebieten Georgiens, Südossetien und Abchasien, zu belassen.
Der russische Präsident Dmitrij Medwedew erkannte die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens von Georgien an. Jetzt sind diese Regionen aber mehr denn je abhängig von Russland.

Russland will die Kontrolle und den Machteinfluss über die Anrainerstaaten seiner Grenzen nicht verlieren. Doch die NATO hält dagegen. Sie kritisiert die Anerkennung als internationalen Völkerrechtsbruch, da die für Unabhängig erklärten Gebiete zu Georgien gehören. Damit ist die territoriale Integrität, sowie die Souveränität Georgiens verletzt. [...mehr]

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Heute berät die NATO über die Situation im Kaukasus. Die USA drängen auf eine Verurteilung Russlands wegen den Vorgängen in Georgien. Deutschland und Frankreich warnen vor Spannungen.
Schon immer waren die Beziehungen zwischen Frankreich und Russland durchweg besser als von russischer Seite zu manch anderem europäischen Staat. Nicht ohne Grund war der erste Vermittlungsversuch von der französischen Regierung ausgegangen. Noch am Wochenende hatte Russlands Präsident Medwedew seinem französischen Pendant Sarkozy den Truppenabzug aus Georgien versprochen.
Doch bisher blieb nicht nur der Rückzug, sondern auch die Haltungen der gegnerischen Parteien verwirrend.
Das Problem ist hierbei die Tatsache, dass Russland nicht untätig zusehen will, was direkt vor seiner Haustür passiert. Und vor allem ist die Regierung in Moskau unwillig abwarten, wie ihr eigener Einfluss schwindet, während die USA mehr und mehr ihren Geltungsbereich ausbaut.
Auf russischer Seite ist schon die Tatsache, dass Georgien Teil der NATO werden könnte, ein Albtraum.
Dieser Konflikt war von vornherein als Medienspektakel geplant und durchgeführt. Der georgische Präsident hat zum ersten Mal seit dem erzwungenen Rücktritt von Schewardnadse einen Nachrichtenwert in Westeuropa erhalten. Doch auch in Russland ist man dieses Spiels mächtig und so war die Wahrheit wiedereinmal das erste was in diesem Krieg starb.
Doch die Medien sollen nur die Helfershelfer sein. Denn ein gutes Image ist genauso wichtig wie Bezwingung des Gegners.
Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili hat wieder an Nachrichtenwert verloren, da nun ein größerer Joker das Spiel betreten hat: Der US-Präsident George Bush. Dieser droht bisher nur mit Worten.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Konflikt nicht die Zündschnur für andere Zwistigkeiten in Form eines Pulverfasses darstellt. [...mehr]

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Durch die Eskalation in diesem August ist der Konflikt um Südossetien wieder in den Fokus der Medien gerückt, dabei besteht das Problem seit fast 20 Jahren und ist stets durchzogen von äußerst brennzlichen Situationen, Anschlägen und politischen Verhandlungen.
Bereits 1990 kam es zum ersten Georgisch-Ossetischen Krieg. Nach dem Ende der Sowjetunion erklärte sich Südossetien als unabhängig von Georgien, zu dem es bis dahin gehörte.
Schon damals entsandte Russland Truppen zur Unterstützung Südossetiens. Von dort an folgten immer wieder Auseinandersetzungen, Volksabstimmungen, eine Entmilitarisierung wurde angestrebt und im gleichen Atemzug “Friedenssoldaten” aufgestellt. Immer wieder wurde versucht eine Vereinbarung über den Status der Region zu finden.
Allein der Begriff “Friedenssoldaten” klingt eher wie ein Oxymoron, als dass es ein Mittel zur Entmilitarisierung darstellen könnte und so gestaltete sich diese Prozess sehr schleppend.

Obwohl 2007 die “Provisorische Verwaltung von Südossetien” mit Unterstützung von Georgien aufgestellt wurde, kam es in diesem Sommer zur Eskalation.
Erneut wurden russische Einheiten in die Region geschickt, was die georgische Regierung natürlich provozierte. Nach einigen militärischen Auseinandersetzungen rief Georgien Waffenruhe aus und zog seine Truppen ab. Derzeit beschuldigen sich beide Staaten gegenseitig Plünderungen, Morde und Vergewaltigungen begangen zu haben.
Hier sollte jedoch eher wieder die Frage nach psychologischen Mustern bei Soldaten aufkommen, da sicherlich keiner der Staaten Anweisungen zu den Gräueltaten gab. Es sind sicher nicht nur die amerikanischen Streitkräfte im Irak, bei denen es zu solchen Ausschreitungen kommt.
Die Lage hat sich also nur leicht entspannt und da sich Amerika beim aktuellen Konflikt stark auf die Seite Georgiens stellt und Russland kritisiert, haben auch deren diplomatischen Beziehungen stark darunter zu leiden und das ewig heikle Thema Russland-Amerika bekommt neuen Zündstoff. [...mehr]

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