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Kategorie: International
15. Juli 2011

Julian Assange ist seiner geforderten Auslieferung nach Schweden vorerst entkommen. Ein von ihm eingelegte Beschwerde verzögert den Prozess, erst einmal darf er in Großbritannien bleiben. Doch wie lange diese Atempause anhalten wird, ist zur Zeit unklar.


Irgendwie schafft es Julian Assange immer wieder in die Schlagzeilen. Ob es nun neue Enthüllungen durch Wikileaks gibt oder sich die Macher hinter der Internet-Plattform gegen rechtliche Schritte wehren müssen – die Flut an Nachrichten reißt nicht ab. Zuletzt hatte Assange jedoch mit privaten Schwierigkeiten schockiert, als Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen ihn laut wurden. Gegen den darauf folgenden Auslieferungsantrag der schwedischen Justiz hatte Assange Beschwerde eingereicht, ein Londoner Gericht hat seine Entscheidung hierüber jedoch vorerst vertagt.    [...mehr]


Kategorie: International
10. Dezember 2010

Nicht nur in Deutschland ist das Weihnachtsfest ein ganz besonderer und wichtiger Feiertag. Auch in anderen Ländern wird Weihnachten groß gefeiert – allerdings läuft das bei allen Ländern etwas anders ab.


Weihnachten ist ein typisch deutsches Fest? Falsch gedacht. Fast überall wird das christliche Fest zelebriert. Weihnachtsmänner, Tannenbäume und Krippen schmücken nicht nur in den kalten Ländern die Häuser und Straßen. Auch an dem einen oder anderen tropischen Strand lassen sich geschmückte Bäume und alles, was sonst noch dazu gehört, finden.    [...mehr]


Kategorie: International
30. Oktober 2008

Menschen, die häufig auf Sex-Angebote und entsprechende Seiten im Internet zugreifen, riskieren ihre psychische Gesundheit.

Internet Chat

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung, die Forscher der Swinburne University of Technology in Australien durchgeführt haben. Demnach weisen Besucher von Erotik-Seiten im Web “alarmierend hohe Raten” an Depressionen, Angstgefühlen und Stress auf. Die Suche nach sexueller Befriedigung im Internet wird für viele innerhalb kürzester Zeit regelrecht zur Sucht. Infolge dessen besuchen Betroffene oft weit mehr als zwölf Stunden pro Woche Pornoseiten, Plattformen für Sex-Kontakte oder Erotik-Chats. Laut Studie ist der Großteil der Betroffenen männlich und verfügt über einen höheren Bildungsgrad.    [...mehr]


Kategorie: International, Leben
24. Juni 2008

Zum ersten, zum zweiten, zum dritten: Mein Leben, dein Leben. So geschehen in Australien. Ein in Liebeskummer badender Australier will sein Leben im Internet versteigern lassen „Ich habe mein Leben satt! Ich will es nicht mehr! Wenn Sie es haben wollen, können Sie es haben!“, so hat Ian Usher sein Leben im Internet angepriesen. Und seine Beweggründe sind einfach erklärt. Seine Frau hat ihn verlassen. Und nun möchte er jene Dinge aus seinem Leben entfernen, die ihn an seine Frau erinnern. Eigentlich ein ganz normaler Trennungsprozess. Und Ian Usher muss sich einfach von seinem gesamten Leben trennen, um den Schmerz hinter sich zulassen. Sein Leben, das er versteigern möchte, umfasst sein Haus, sein Auto, sein Motorrad und sein Jet-Ski. Ebenso bietet er seinen Freundeskreis und eine Arbeitsstelle an. Lediglich sein Portemonnaie, seinen Pass, und seine Tageskleidung möchte er behalten.    [...mehr]


Kategorie: International, Wissen
4. Juni 2008

Das Stimmungsbild kann erheiternd, aber auch depressiv sein. Und diese widersprüchlichen Stimmungsbilder löst Marihuana aus. Aber nach einer australischen Studie der Universität Melborune lässt Marihuana auch das Gehirn schrumpfen, so die Berliner Zeitung. Dabei wurden die Gehirne von 15 Männern über 20 Jahre vermessen, die täglich mindestens fünfmal Marihuana konsumiert hatten.

Marihuana lässt das Gehirn schrumpfen © Flickr gibffe

Und das Ergebnis ist beachtlich. Denn der Hippocampus, in dem Erfahrungen und Erlebnisse verarbeitet und gespeichert werden, hat sich um 12 Prozent verkleinert. Ebenso hat sich der Mandelkern, in dem Erfahrungen und Erlebnisse mit Emotionen verbunden und gespeichert werden, um 7 Prozent reduziert. Diese neuen Erkenntnisse sind in einem Vergleich mit einer Personengruppe gewonnen, die nicht Marihuana konsumierten.

Der regelmäßige Konsum von Marihuana beeinträchtigt nicht nur die Größe des Gehirns, sondern auch dessen Funktionen. Auch wenn Cannabis seine guten Seiten hat, so mehren sich aber seine schlechten Seiten.    [...mehr]


Kategorie: Kommentar
9. Mai 2008

Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für die katholische Kirche. Denn die katholische Kirche will sich offen geben. Offen für eine technologische Revolution. Dem Mobiltelefon. Anlass ist der Weltjugendtag vom 15. bis 20. Juli in Sydney. Hierbei soll die teilnehmende, katholische Jugend kurze Nachrichten vom Papst Benedikt XVI. erhalten.

Aber erscheint diese digitale Offensive der katholischen Kirche nicht widersprüchlich? In ihrem Glauben konservativ, aber in der Predigt modern? Sicherlich kann die Jugend über Mobiltelefone leichter erreicht werden. Denn die Jugend von heute, ist die Zukunft von morgen. Und so auch für die katholische Kirche, die sich jung geben will. Für die Teilnehmer des Weltjugendtages kann ein Zusammenhalt gestärkt werden. Aber die nichtgläubigen Jugendlichen treten nicht einfach der katholischen Kirche bei, auch wenn sie eine Mitteilung vom Papst erhalten. Denn es ist der Glaube, dem sie widerstreben.    [...mehr]


Kategorie: International, Leben
22. März 2008

Ein besonderes Kennzeichen unserer westlichen (?) Kultur ist der unbedingte Glaube an eine zweite Chance.

Wer etwas ausgefressen hat, sollte – jedenfalls, wenn er ausreichend bereut – das Recht auf einen Neuanfang haben. Das gilt natürlich erst recht für Einen, der nichts ausgefressen hat – also sowohl für die sündige Maria Magdalena als auch für den im Prinzip unschuldigen Oliver Twist.

Der Australier Ian Usher fällt in keine der beiden Kategorien; er hat einfach genug von seinem Leben. Und darum will er es im Sommer bei ebay zum Verkauf anbieten: Sein Haus, seinen Job, Freunde, Hund, Auto persönliche Gegenstände, … alles. Am 29. Juni 2008, nachdem sein Leben als Komplettpaket eine Woche lang zur Auktion stand, will Ian Usher sein Haus verlassen mit nichts als den Kleidern, die er trägt, und den erstbesten Flieger in eine Gegend nehmen, die ihm gefällt.

Warum tut er das? Auf seiner Seite – www.alife4sale.com – versichert Usher, dass er durchaus nicht suizidgefährdet ist. Seine persönliche Tragödie ist eine gescheiterte Ehe; vor rund einem Jahr verließ ihn seine Frau nach fünf Jahren Ehe und zwölf Jahren Beziehung. Und Ian hält es in dem Haus, das als gemeinsames vorgesehen war, einfach nicht mehr aus. Das gleiche gilt für alles andere – für Gegenstände (Whirlpool), Job (Teppichgeschäft), Freunde (einige) etc. Er möchte raus. Freilich, er räumt ein, dass einige seiner Freunde schlichtweg von einer Midlife-Crisis sprechen …

Weniger interessant als das Ende der Auktion und Ian Ushers persönliche Geschichte ist die Mentalität, die daraus spricht, und die uns ebenfalls nicht unbekannt sein dürfte: Wir glauben, dass es im Fall der Fälle möglich ist, alles aufzugeben und irgendwo etwas ganz Anderes, ganz Neues zu beginnen. Beliebt ist die Variation dieses Themas im Kino bei todkranken Protagonisten; Til Schweiger hat’s in “Knockin’ on Heavens Door” vorgemacht, Morgan Freeman und Jack Nicholson versuchen sich gerade daran in “The Bucket List”.

Früher hieß es, man hat auszuhalten, man muss bleiben – Hemingway fasste diese Ethik in dem schlichten Satz “Man darf verlieren, aber man darf nicht aufgeben” zusammen. Davon ist in unserer postmodernen Welt der Billigflieger und des globalisierten Arbeitsmarktes nicht mehr viel übrig. Wenn’s hier nicht klappt – probiere ich es eben anderswo.

Was Ian Ushers Exfrau davon hält, ist nicht bekannt.    [...mehr]