Stuttgart 21 – Die Situation eskaliert

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Oktober 1, 2010 12:08

Bis jetzt sind die Demonstrationen gegen das Bauprojekt „Stuttgart 21“ immer friedlich verlaufen. Doch am Donnerstag eskalierte die Situationen und die Polizei ging mit aller Härte gegen sie protestierende Menschenmasse vor.

Am Donnerstag versammelten sich wieder tausende Menschen, um gegen das Millarden schwere  Bauprojekt „Stuttgart 21“ zu protestieren. Schauplatz war der Schlossgarten, in dem 25 Bäume gefällt werden sollen. Mit Trillerpfeifen und Sprechchören machten die Menschen ihren Unmut Luft.

Jedoch eskalierte die Situation nach einigen Stunden und die Polizei musste Wasserwerfer und Pfefferspray einsetzen, um die Masse weiterhin zu kontrollieren. Dabei wurden auch Kinder, Jugendliche und ältere Menschen verletzt. Der Rettungsdienst musste hunderte leicht verletzte Personen, vor allem mit Augenverletzungen, behandeln.

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Viele Demonstranten beschrieben die Situation als bürgerkriegsähnlich und voller Gewalt, da die Polizisten auch viele unschuldige Menschen in das Geschehen involvierten. Der Innenminister von Baden-Württemberg Heribert Rech und ein Polizei-Sprecher verteidigten das Vorgehen der Beamten. Denn einige Demonstranten sind sehr aggressiv gegen die Polizisten vorgegangen.

Der Antrag der Grünen eine „Aktuelle Stunde“ zu diesem Thema abhalten, wurde von der schwarz-gelbe Koalitionsmehrheit abgelehnt. Und so wird das Bauprojekt „Stuttgart 21“ fortgesetzt und die ersten Bäume sind auch schon gefallen.

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Oktober 1, 2010 12:08