Russische Stadt verbietet den Valentinstag

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Februar 9, 2011 18:02

Es gibt viele Menschen, die den Valentinstag gerne verbieten würden. Er sei zu kommerziell, zu kitschig und habe nichts mit Romantik zu tun. Erfunden hätten ihn sowieso nur die Blumenhändler und Süßigkeitenindustrie. In einer russischen Stadt soll er sogar „die spirituelle Sicherheit“ gefährden.

In der russischen Stadt Belgorod saßen die Behörden beisammen und beratschlagten sich über den Valentinstag, der in der westlichen Welt stark zelebriert wird und auch zu uns nach Deutschland immer weiter schwappt. Während auch in der russischen Region Angebote wie Studentenfeiern, spezielle Disco-Angebote und Konzerte geplant wurden, beschlossen die Behörden den Valentinstag samt allen Veranstaltungen abzublasen. Selbst der Zoo der Stadt musste sein Valentins-Angebot zurück ziehen, in dem er Eintritt für zwei zum Preis von einem angepriesen hatte.

Die Begründung der Amtsinhaber sei die Sorge um „die spirituelle Sicherheit“. Schließlich habe die Geschichte des Feiertages nichts mit den Traditionen der Stadt zu tun, so Grigori Bolotnow, der für die Behörden sprach. Es sei keine Positionierung der russisch-orthodoxen Kirche zum Valentinstag vorhanden und somit mussten alle Veranstaltungen zurück rudern.

Als Ursprung des Valentinstags führt man meist mehrere Varianten auf. In der am weitesten verbreiteten soll es einen Bischof Valentin gegeben haben, der heimlich in der italienischen Stadt Terni um 3. Jahrhundert n. Chr. Soldaten traute, denen die Hochzeit zu dieser Zeit strengstens untersagt worden war. Man huldigt ihm an diesem am 14. Februar, weil er an diesem Tag auch für sein Widersetzen geköpft worden war.

Inwiefern sich die russisch-orthodoxe Kirche daran stören sollte, sei also dahin gestellt.

Foto: Flickr – Esparta

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Februar 9, 2011 18:02