Bildungsgipfel – Merkel möchte Bildungsrepublik

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Oktober 22, 2008 12:17

Kanzlerin Angela Merkel erwartet vom Bund-Länder-Gipfel zur Bildungspolitik deutlich höhere Ausgaben. Die SPD fordert Sozialarbeiter in Schulen.

An diesem Mittwoch findet in Dresden der Abschluss des Bildungsgipfels statt. Bund und Länder sollen laut Merkel die Bildungsausgaben deutlich erhöhen. 10 % anstatt 8,9%, sollen zukünftig für Bildung und Forschung gemessen am Bruttoinlandsprodukt bis 2015 ausgegeben werden. Würde der Vorschlag Merkels umgesetzte werden, wären jährliche Investitionen von mehr als 20 Milliarden Euro
nötig.

In der „Dresdner Erklärung“ soll die Zusicherung der Länder enthalten sein. Finanziert soll der Bildungsplan durch den zu erwartenden Geburtenrückgang werden.

Die Bundesregierung möchte eine „Strategiegruppe“ mit Vertretern von Bund und Ländern in Deutschland einrichten. Gegen den Plan, den Ländern mehr Mehrwertsteuer zu überlassen, damit diese mehr Geld in die Schulen investieren können, sprach sich Merkel aus. Klaus Wowereit, Politiker der SPD, warnte die Bundesregierung, „lediglich auf substanzlose Ankündigungen zu setzen“.

Die SPD-geführten Länder bestehen auf den Einsatz von Sozialarbeitern, und beteiligen sich nur an der vorgeschlagenen Strategiegruppe, wenn die Bedingung erfüllt wird. Dies lehnt die Bundesregierung bisher jedoch ab.

Im Abschlusspapier des Gipfels soll auch die Absicht erklärt werden, die Zahl der Schul- und Ausbildungsabbrecher zu senken. Bis 2015 soll die Schulabbrecher-Quote von acht auf vier Prozent und der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss von 16 auf 8,5 Prozent reduziert werden.

„Kompetenzprofile“ in der 7. Klasse, Sprachtests vor der Einschulung, und die Kostenübernahme für Kinder aus Hartz- IV-Familien sind in Planung und sollen gefährdeten Kindern Hilfe versprechen. Zusätzliche soll den Migranten die Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland erleichtert werden.

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter Oktober 22, 2008 12:17