Beim Raucherhusten ist Stopp!

Der Kurzreporter
von Der Kurzreporter August 10, 2016 13:46

Beim Raucherhusten ist Stopp!

Wer zwanzig Jahre oder mehr eine Schachtel Zigaretten geraucht hat, bekommt es irgendwann zu spüren: Der Körper macht die Nikotinsucht einfach nicht mehr spurlos mit. Morgendlicher Raucherhusten und Kurzatmigkeit sind ernste Anzeichen dafür, dass man sofort mit dem Rauchen aufhören sollte. Schwer genug – aber es gibt Hilfen für den Ausstieg aus den Lungenzügen.

Weckruf der Lunge

Wenn erstmal der morgendliche Raucherhusten mit Auswurf aus der Lunge zu einem täglichen Ritual geworden ist, ist es Zeit, mit der Nikotinsucht zu brechen. Denn der Husten ist ein ernstes Warnzeichen dafür, dass die Lunge nach Jahren des Qualmens nun endgültig genug hat – wer jetzt nicht die Kippen an den Nagel hängt, erhöht das Risiko lebensverkürzender und tödlicher Krankheiten des Atemsystems wie COPD (engl. „chronic obstructive pulmonary disease“), Lungenemphysem oder Lungenkrebs signifikant.

Nächtliche „Aufräumarbeit“ der Bronchien

Ursache für den regelmäßigen morgendlichen Husten ist das nächtliche Heraustransportieren der Schadstoffe aus der Lunge. Normalerweise geschieht das durch Flimmerhärchen, die Schleim mit Schadstoffen aus der Lunge unauffällig nach oben befördern, wo er mit dem Speichel verschluckt wird. Durch jahre- oder jahrzehntelangen Nikotinabusus wir dieses System überfordert. Die Flimmerhärchen nehmen dadurch Schaden, und als Folge kommt es zum täglichen morgendlichen Abhusten des Schleims nach der nächtlichen „Säuberungsaktion“ in der Lunge. Wer das ignoriert und erst bei Dauerhusten, pfeifendem Atem und Atemnot bei körperlicher Belastung zum Lungenfacharzt geht, kann seine Lunge bereits irreversibel geschädigt haben – er könnte bereits unter COPD oder noch Schlimmerem leiden.

Hilfen für zukünftige Nichtraucher

Wer mit dem Raucherhusten die Zeichen der Zeit erkannt hat und mit dem Rauchen aufhören will, hat gleich mehrere Möglichkeiten, die ihm dabei helfen: Zum einen die Schlusspunkt-Methode, bei der man beschließt, ab einem bestimmten Zeitpunkt mit dem Rauchen aufzuhören – sie ist wesentlich erfolgreicher als der Versuch, schrittweise mit dem Rauchen aufzuhören. Eine andere Hilfe ist, dem Körper das Nikotin in Form von Pflastern, Kaugummi oder Tabletten zuzuführen – ein Apotheker kann hier bei der Wahl des richtigen Mittels helfen. Und last but not least gibt es Raucherentwöhnungskurse – bei seiner Krankenkasse kann man mehr über sie erfahren.


Bild: Thinkstock, 134128418, iStock, ansar80

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