Beiträge vom: Juni, 2010

Kategorie: Politik
30. Juni 2010

Am vergangenen Wochenende trafen sich im Rahmen des G20 und G8 Gipfels die Staatschefs der grössten Industrie- und Schwellenländer der Welt in Toronto. Die Ergebnisse werden von Kritikern als unzureichend bewertet. Es kam zu massiven Ausschreitungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Der G20 und G8 Gipfel in Toronto wurde mit ernüchternden Bewertungen kommentiert. Schon im Vorfeld wurden die Aussichten für den 870 Millionen teuren Mega-Gipfel als schlecht bewertet. Es sollten unter anderem Einigungen über die Themen Bankenabgabe, Schuldenabbau und Spekulantensteuern erzielt werden. Das Ergebnis sieht gemäss der Erwartungen enttäuschend aus. Statt konkreten Entscheidungen gab es nur Vertröstung auf den nächsten Gipfel in Seoul, wo dann weiter diskutiert werden soll. Das Thema Klimaschutz wurde gänzlich aus der Agenda für den Gipfel in Toronto gestrichen.

G20 Gipfel von Toronto – Wenig Ergebnisse, viele Kosten

Angela Merkel hatte angekündigt, sich auf dem G20 für eine Steuer für bestimmte Bankgeschäfte einzusetzen. Sie konnte ihre Idee     [...mehr]


Kategorie: International
25. Juni 2010

Netiquette kommt nicht etwa vom deutschen Wort nett, aber darum geht es im weitesten Sinne bei den Verhaltensregeln für Kommunikation im Internet. Einige simple Regeln mögen zwar für den geübten User selbstverständlich sein, doch Neulinge sollten sich die Richtlinien durchlesen und zu Herzen führen.

Das Wort Netiquette ist ein Kofferwort, das aus den beiden englischen Begriffen net (Netz) und etiquette (Etikette) gebildet wird. Seit den frühen Zeiten des Internet gibt es gewisse Regeln, die für eine gute Umgangsform in Netz unerlässlich sind. Zwar streiten sich viele über die genaue Definition dieses guten Umgangs, doch einige Regeln im Emailverkehr haben sich mittlerweile international durchgesetzt. Die Netiquette ist kein festes Regelwerk, das mit Sanktionen geartet wird, sondern mehr eine allgemeine Ansammlung an Richtlinien.

Netiquette – Ein loses Regelwerk für den guten Umgang

Obwohl es viele Versionen des Regelwerks für guten Umgang im Internet gibt, haben sich die folgenden Punkte als das gängige Verständniss für die Netiquette durchgesetzt:    [...mehr]


Kategorie: Politik
18. Juni 2010

Hannelore Kraft (SPD) und die Grünen haben angekündigt, nun doch eine gemeinsame Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen zu bilden. Kraft will sich Mitte Juli im Landtag in Düsseldorf zur neuen Ministerpräsidentin  von NRW wählen lassen, und so den Amtsinhaber Jürgen Rüttgers (CDU) ablösen.

Eine Kehrtwende von SPD Landeschefin Hannelore Kraft sorgt momentan für Schlagzeilen in Deutschland: Noch am Vortag hatte Kraft betont, sie wolle mit ihrer Partei auf jeden Fall in der Opposition bleiben. Jetzt will sie zusammen mit den Grünen doch die Regierungskoalition bilden. SPD und Grünen fehlen mit 90 Stimmen im Landtag nur eine zur absoluten Mehrheit. Kraft äusserte sich kritisch gegenüber den Verlautbarungen von FDP Landeschef Pinkwart, der den aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU und den Liberalen als “abgearbeitet” titulierte.

Minderheitsregierung in NRW – Kraft und Löhrmann wollen Stabilität

Hannelore Kraft gab nun schliesslich dem Drängen der Grünen nach, um eine handlungsfähige Regierung in Nordrhein-Westfalen zu stellen. Fraktionschefin Löhrmann betonte, das     [...mehr]


Kategorie: Politik
14. Juni 2010

Am vergangenen Samstag äusserten tausende Menschen in Deutschland ihren Unmut gegenüber den geplanten Schritten zum Sozialabbau in Europa. In Berlin gingen 15.000 auf die Strasse, in Stuttgart waren es bis zu 20.000. Die Demonstrationen sollen als Einleitung für einen europaweiten Protesttag verstanden werden.

Wegen den Plänen zur Einsparung von Sozialleistungen ist die Bundesregierung unlängst scharf kritisiert worden. Das Sparpaket soll zu Lasten der Armen und Arbeitslosen geschnürt werden, deren Bezüge weiter verringert werden sollen. Besonders ein fehlendes Signal wie eine Steuererhöhung für besonders viel verdienende Unternehmer sorgt in Kreisen wie beispielsweise dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac für Empörung. Mit der in Berlin stattfindenden Demonstration sollte ein Zeichen gesetzt werden gegen die geplante Ausbeutung von sozial schwachen Schichten.

Das Sparpaket der Bundesregierung – Der Weg aus der Krise?

Mit den geplanten Einsparungen durch Sozialabbau verspricht sich die Bundesregierung einen effizienten Weg aus der Finanzkrise gefunden zu haben.     [...mehr]


Kategorie: Politik
1. Juni 2010

Der plötzliche Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler hat im ganzen Land für Unverständnis gesorgt. Nach seinen umstrittenen Äusserungen zum deutschen Militäreinsatz in Afghanistan wurde Köhler öffentlich kritisiert, und zog für sich eine drastische Konsequenz. Nach den aprupten Rücktritt ist das Amt des Bundespräsidenten nun frei – Und die Suche nach einem Nachfolger ist im vollen Gange.

Sein Abgang gleicht seinem Handeln während der Amtszeit: Horst Köhler war bekannt für seine Emotionalität. Unlängst verliessen ihn einige Mitarbeiter in Schloss Bellevue, weil sie mit seinem Übermass an Engagement und Jähzorn nicht zurecht kamen. Köhler stellte sich gerne mal quer, er verweigerte bei zwei Gelegenheiten seine Unterschrift unter Gesetzesentwürfen des Bundestags. Er wollte bewusst ein unbequemer Bundespräsident sein, und kein biegsamer Jasager. Der Mann aus einfachen Verhältnissen genoss eine hohe Popularität im Volk, das geschockt auf seinen drastischen Entschluss reagierte.

Horst Köhler zieht seine Konsequenz aus der Kritik

Die Vorwürfe an Köhlers Äusserungen fielen harsch aus, waren aber durchaus berechtigt. Köhler hatte den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr in einen Zusammenhang

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