Beiträge vom: November, 2009

Kategorie: Wirtschaft
25. November 2009

Die OECD, kurz für Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Hauptsitz in Paris, ermittelt jährlich das Verhältnis zwischen Bruttoinlandsprodukt und Steuer- und Sozialabgaben. Trotz großer Unzufriedenheit liegt Deutschland am Mittelwert der Mitgliedsländer.

OECD Steuervergleich ©Flickr.com/alancleaver_2000

OECD Steuervergleich: Deutschland, Österreich und Schweiz

Der OECD Steuervergleich für das Jahr 2008 ergab, dass Deutschland mit einem Wert von 36,4 Prozent Steuern- und Sozialabgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt im Vergleich aller Industrieländer, die Mitglied sind, dicht am Mittelwert liegt und somit nicht übermäßig die Hand auf hält. Überraschenderweise liegen die Werte von Ländern wie Österreich und Schweiz, die ja oft als Steuerparadiese gehandelt werden, gar nicht mal so gut, wie man erwartet hätte. Die Fiskalquote in Österreich liegt immerhin bei 42,9 Prozent. In der Schweiz sieht es zwar mit einem Wert von 29,4 Prozent auf den ersten Blick viel rosiger aus, doch der Schein trügt. Da die Sozialbeiträge wie z. B. Krankenkassenanteile privat rechtlich geregelt werden und deswegen nicht mit den Steuern verrechnet sind, kann man die Fiskalquoten kaum vergleichen. Rechnet man diese Ausgaben jedoch auf den Wert drauf, dann ergibt sich für die Schweiz eine Quote von 35,8 Prozent, also ziemlich nah an dem Ergebnis von Deutschland.    [...mehr]


Kategorie: Leben
16. November 2009

Im Streit um die geplante Schweinegrippe-Impfung von 25 Millionen Deutschen hat man den Eindruck, dass sich die Stimmung fast täglich ändert.

Nachdem die ersten Schweinegrippe-Todesfälle im November zu einem regelrechten Run auf die Impfung führten, wurde heute bekannt, dass ein 55jähriger Mann aus Thüringen ohne bekannte Vorerkrankungen in der Nacht zum Freitag starb, nachdem er sich am Tag zuvor gegen Schweinegrippe impfen ließ. Der Zusammenhang zwischen der Spritze gegen Schweinegrippe und dem Tod des Mannes ist allerdings noch vollkommen unklar.  Trotzdem schürt die Schlagzeile vom Tod des 55-Jährigen bereits jetzt die allgemeine Panikmache in den Medien, und Kritiker der Schweinegrippe-Impfung fühlen sich bestätigt.

bunte Spritzen, I woz ere©Flickr

Ähnlich wie die Zahlen der Schweinegrippe-Toten groß in der Presse in Szene gesetzt werden und aus dem eher harmlosen Erreger auch schon mal ein Killervirus wird, folgt jetzt die Bilanz der Opfer der Impfung und löst die Debatte um die Wirkverstärker im Impfstoff ab. In der     [...mehr]


Kategorie: Allgemein, Kommentar
11. November 2009

Eine Rentenerhöhung 2010 wird es wohl genau so wenig geben wie eine wesentliche, allgemeine Lohnerhöhung. Das bedeutet, dass auch 2011 nicht mit einer Rentenerhöhung zu rechnen ist. Während die Durchschnittslöhne deutschlandweit gerade erst leicht gesunken sind, erkennen die meisten Ruheständler, dass sie aufgrund der Koppelung von Lohn und Rente froh sein können, dass die Renten nicht sogar sinken.

Das immerhin garantiert die noch von der grossen Koalition aus Union und SPD beschlossene Rentengarantie. Dennoch herrschen für Renterinnen und Rentner in Deutschland schwierige Zeiten: frühestens im Jahr 2012 – vielleicht aber auch erst viel später – ist wieder mit einer Rentenerhöhung zu rechnen. Daran konnte auch die Bundestagswahl 2009 und die daraus resultierende Biene-Maja-Koalition bislang nichts ändern. Bis dahin heisst es: Zähne zusammenbeissen, auch wenn das bei vielen schon jetzt nicht mehr geht, weil sie sich Corega Tabs und Haftcreme für die Dritten schon jetzt nicht mehr leisten können.

20 Millionen deutsche Rentner müssen sich zudem nach Schätzungen von Experten darauf einstellen, dass die Rentenerhöhungen der kommenden Jahre, wenn sie denn überhaupt kommen, wohl eher gering ausfallen werden. Dabei ist das nichts Neues, ist die Entwicklung der Rentenbezüge doch     [...mehr]


Kategorie: International
6. November 2009

Guido Westerwelle in den USA. Ja, so ist es. Deutschlands Außenminister wirbt bei seinem Antrittsbesuch in den Vereinigten Staaten von Amerika für die Abrüstung. Westerwelle soll gleich nach seiner Ankunft geäußert haben, dass die USA der wichtigste Verbündete außerhalb von Europa sei.

Westerwelle in den USA. Das bedeutet: neue Diskussionen über Afghanistan und Dispute um die  Atom-Frage. Aber auch Themen wie Opel und generelles zur Abrüstung will Guido Westerwelle zur Sprache bringen. Dazu reiste der Spitzenpolitiker der FDP nach  Washington. Wie seine Vorgänger genoss auch Herr Westerwelle das klassische Bundesaußenminister-Programm in den Staaten. Während sich hierzulande Gespräche um und in der schwarz-gelbe Koalition verschärfen wirbt das FDP-Mietglied in den USA für die Abrüstung.

Westerwelle in den USA©flickr/poeloq

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