Beiträge vom: Mai, 2009

Kategorie: Leben
29. Mai 2009

Seit Jahren wird in der Berliner Charite eine weibliche Wasserleiche ohne Kopf aufbewahrt.

Der Chef der Rechtsmedizin,Michael Tsokos, ist sich sicher, dass es sich bei der toten Frau um die Überreste der 1919 ermordeten Politikerin Rosa Luxemburg handelt. Dem Magazin Spiegel gegenüber sagte er, dass die Tote frappierende Ähnlichkeit mit der echten Rosa-Luxemburg aufweise.

Der Leichnam wurde daraufhin computertomographisch untersucht und der Bericht ergab, dass die Frau zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 40 und 50 Jahre alt gewesen sei, an Arthrose litt und 2 unterschiedlich lange Beine hatte. Das trifft genau auf Rosa Luxemburg zu, die im Januar 1919 in Deutschland ermordet wurde. Zum Zeitpunkt ihrer Ermordung war sie 47 Jahre alt und sie litt unter einer angeborenen Hüftverrenkung, daraus resultiere die Beinlängendifferenz. Rosa Luxemburg © wikipedia

Der Gerichtsmediziner Tsokos bezweifelt, dass die wahre Rosa Luxemburg überhaupt jemals beerdigt worden war.

Er untermauert diesen Verdacht mit zahlreichen Ungereimtheiten, die er in dem historischen Protokoll der Obduktion Luxemburgs vom Juni 1919 ausgemacht hat. Damals wurde der Leichnam von Rosa Luxemburg zwar untersucht und anschließend am 13. Juni 1919 als Rosa Luxemburg auf dem Friedhof Berlin-Friedrichsfelde bestattet.

Doch der Leichnam, der dort beerdigt wurde, so Tsokos weiter gegenüber dem Spiegel, stimme in wesentlich Punkten nicht mit den Merkmalen der Sozialistenchefin überein.

Es wurde von damals tätigen Rechtsmedizinern ausdrücklich festgehalten, dass die untersuchte Leiche weder einen Hüftschaden, noch unterschiedlich lange Beine habe. Auch der Versuch, bei der Leiche Verletzungen und sichere Spuren für Gewehrkolbenschläge und einen Kopfdurchschuss nachzuweisen blieben wohl vergeblich.

Weiter hieß es, dass es sehr erstaunlich sei, das diese Widersprüche bisher niemandem aufgefallen seien. Der Wissenschaftler sucht jetzt weiter nach Gegenständen aus dem Besitz der Politikerin. Und: Er fahndet nun nach einer Nichte der Ermordeten, die angeblich in Warschau lebt.

Rosa Luxemburg wurde am 15. Januar 1919 von Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützen- Division zunächst niedergeschlagen und dann durch einen Kopfschuss getötet. Ihre Leiche warf man anschliessend in den Landwehrkanal.    [...mehr]


Kategorie: Allgemein
26. Mai 2009

Nordkorea macht einen Atomwaffentest, testet eine Kurzstreckenrakete, die nicht minder gefährlich ist und bezieht dafür weltweite Verurteilung. 

Es ist noch keine Woche her, da hat der US-Amerikanische Präsident Barack Obama in Prag von einer Welt ohne Nuklearwaffen gesprochen und erntetet dafür viel Applaus.Wolke © Flickr by travelix

Doch die Definition von Visionen ist ein leichtes: Visionen blieben Visionen. Auch dann, wenn es um Atomwaffen– und Raketentest in Nordkorea geht.

Somit dürfte das bitterarme Nordkorea eindrucksvoll bewiesen haben, dass es eine sehr ernstzunehmende Atommacht ist. Experten schätzen die Sprengkraft der Explosion durchaus so stark ein, dass sie mit Hiroshima vergleichbar ist.

Deutschland und die Welt schaue entsetzt zu und die Politik scheint einen überforderten Eindruck zu hinterlassen.

Der UN Sicherheitsrat hat noch in der selben Nacht den Atomtest einstimmig verurteilt und simultan den Entwurf einer scharfen Resolution angekündigt.

Doch fraglich ist, ob der Beschluss des UN-Sicherheitsrates den Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission von Nordkorea und den Oberbefehlshaber der Koreanischen Volksarmee Kim Jong II in irgendeiner Form beeindrucken wird?

Es ist höchste Zeit, Zeichen zu setzen und verstärkt Papierkraniche fliegen zu lassen.    [...mehr]


Kategorie: International
17. Mai 2009

Der Eurovision Song Contest hat einen Sieger hervorgebracht. Der junge Norweger Alexander Rybak hat es geschafft 25 Nationen von sich zu überzeugen.

Gestern war es mal wieder so weit. Angeblich 100 Millionen Zuschauer saßen am Abend vor dem Fernseher nur um sich den Gesang von mäßigen Künstlern anzuschauen. Vielleicht war der Moderator optimistisch oder es ist einfach so, dass die Masse an Ländern diese Quantität der Zuschauer ermöglicht, aber wenn man mal nachrechnet, dann sind 4 Millionen im Schnitt auch nicht mehr als bei “Wetten Dass?”.

Urgesteine aus dem Musikgeschäft wirken bei diesem rießigen Unterfangen mit und trotzdem wird es jedes Jahr schlechter. Die Qualität im Gesang ist fragwürdig, man wundert sich über die Geschmäcker anderer Nationen und selbst schickt man einen Mann, der ohne Stripteasetänzerin wohl den letzten Platz belegt hätte.

Dabei ist es schon länger im Gespräch, dass vorwiegend Sympatien Punkte geben und nicht die Leistung, so wie man es sich wünschen würde. Ich frage mich also:

Warum überhaupt noch?

Wozu gibt es den Eurovison Song Contest, wenn die Qualität schlecht, die Künstler in Vergessenheit, die Bewertungen subjektiv und die Zuschauscherzahl durchschnittlich ist?

Ich brauche ihn nicht, aber die Idee durch Musik Nationen zu verbinden ist trotzdem gut, nur nicht in dem Niveau wie man es sich wünschen würde.    [...mehr]


Kategorie: International, Medien
14. Mai 2009

Die Woche des Eurovision Song Contest (kurz ESC 2009) hat begonnen: Am 12. Mai 2009 wurde mit dem ersten Halbfinale die musikalische Woche eingeläutet, die am 16. Mai im Finale gipfelt. Die ARD ist wie jedes Jahr live dabei und überträgt das Wettsingen ab 20.20 Uhr aus Moskau.

Der Eurovision Cong Contest, oder kurz ESC 2009, ist der größte internationale Gesangswettbewerb. 42 Teilnehmer aus ebenso vielen Nationen Europas nehmen am Wettsingen teil. Während sich die meisten Nationen in einem Halbfinale qualifizieren müssen, sind Frankreich, Russland, Großbritannien, Spanien und Deutschland jedes Jahr gesetzte Teilnehmer.

Für Deutschland geht dieses Jahr die Kombo “Alex Swings Oscar Sings!” mit dem Song “Miss Kiss Kiss Bang” ins Rennen. Nachdem die letzten Jahre durch grandiose Misserfolge gekennzeichnet waren (2008 belegten die No Angels den letzten Platz!) versuchen der amerikanische Musicalsänger Oscar Loya und der Hamburger Musikproduzent Alex Christensen beim ECS 2009 mit ihrer Elektro-Swing-Nummer zu punkten.    [...mehr]


Kategorie: Wissen
10. Mai 2009

Nach Galapagos reisen zu dürfen ist eine ganz besonders große Ehre, vor allem für einen Zoologen. Kaum ein anderer Ort auf der Erde birgt so viele Geheimnisse wie diese Insel im Pazifik.

Conolophus heisst die Gattung, welche bereits bekannt war © flickr / Zack Akukumba

In der Schule hat fast jeder von uns einmal das System von Linné lernen müssen. Dabei ist eine Art nach Gattung plus Epitheton benannt.

Für Taxonomen und Systematiker ist es eine absolute Seltenheit neue Arten benennen zu dürfen. Es müssen DNA-Analysen vollzogen werden um sicher zu sein, dass es sich bei genau dieser Spezies um eine eigene neue Art handelt. Das ist mit viel Arbeit verbunden, welche sich jedoch mehr als lohnt, denn so sind die rosafarbenen Leguane entdeckt worden.

Auf Galapagos leben Leguane entweder am Meer oder am Vulkan. Sie besitzen also eine unterschiedliche ökologische Nische. Die Rosaen gehören zu solchen, welche im Landesinneren zu finden sind.

Wie sollen sie denn nun heissen?

Das spanische Forscherteam gab ihnen den Namen “Rosada”, was rosa bedeutet und wohl mehr als treffend ist.    [...mehr]


Kategorie: Politik
8. Mai 2009

In 14 Tagen, am 23. Mai 2009 ist es wieder soweit: In Deutschland wird ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Im Superwahljahr 2009 findet nicht nur eine Bundestagswahl statt, in der Bundesversammlung stellen sich Horst Köhler und Gesine Schwan der Wahl ins Amt des Bundespräsidenten.

Auf formelle Anordnung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert wird die Bundesversammlung im Reichstagsgebäude in Berlin zusammen kommen und dort am 23. Mai entweder Gesine Schwan oder Peter Sodann zum neuen Staatsoberhaupt von Deutschland wählen oder aber Bundespräsident Horst Köhler im Amt bestätigen.

Die Zeiten, in denen das Staatsoberhaupt Deutschlands aktiv die Geschicke des Landes geleitet hat, liegen ja bekanntlich schon einige Jahrzehnte zurück. Heute hat der Bundespräsident als Oberhaupt des Staates vor allem repräsentative Aufgaben zu erfüllen. Er vertritt Deutschland im In- und Ausland und auch völkerrechtlich. Zudem führt er vor der Unterzeichnung von Bundesgesetzen eine Vorprüfung durch, ob diese sich mit dem Grundgesetz vereinbaren lassen.

Dementsprechend sollte sich der Bundespräsident vor allem durch diplomatischen Geschick, juristisches Verständnis und Überparteilichkeit auszeichnen.    [...mehr]


Kategorie: International
6. Mai 2009

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Fälle der Schweinegrippe auch in Deutschland bestätigt wurden.

Ernsthaften Anlass zur Sorge, geben die Todesfälle in Mexiko und in den USA, wo sogar ein Kind an der Seuche starb. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat entsprechend reagiert und die Alarmstufe wegen der Schweinegrippe von vier auf fünf angehoben.

Damit bleibt aber die Gefahr einer Pandemie nicht unausgesprochen, auch wenn Experten betonen, es bestehe keine Gefahr, dass die Viren so vermehrt ausbreiten,  so das man von einer Pandemie sprechen könne.

H1N1 © Flickr by Sarihuella

Schweinegrippe: Erste Krankheitsfälle in Deutschland

Trotz der Gefahr, die zweifelsohne von dem H1N1 Virus ausgeht, besteht kein Grund sich von der Massenhysterie der Medien anstecken zu lassen.

Weiter teilte das Robert-Koch-Institut mit, dass die Gefahr, die von diesem Virus-Stamm ausgehe, eine Pandemie auslösen könnte, aber nicht zwingend MUSS. Es enstehen jedes Jahr neue Mutanten der Influenza-Viren, deswegen gibt es ja auch die Grippeschutzimpfung, wo der Impfstoff jedes Jahr an die aktuellen Virenstämme angepasst wird.

Schweineinfluenza? 

Seltsamerweise spricht in Deutschland kaum jemand davon, dass (laut Statistiken) jedes Jahr bis zu 20.000 Menschen an anderen Influenza-Virus-Erkrankungen sterben. Und bisher ist die Todesrate bei der Schweinegrippe bedeutend geringer, als bei einer normalen Grippe. In Mexiko kommt bisher nur ein Toter auf 3000 Erkrankte, das ist weniger, als bei einer normalen Influenza.

Man muss also nicht immer sofort einen Arzt aufsuchen und sich verrückt machen, weil in der Presse von der “Todesseuche des H1N1 Virus” geschrieben wird.    [...mehr]