Beiträge vom: August, 2008

Kategorie: Politik
29. August 2008

Sarah Heath Palin ©wikipediaSchon anhand der Auswahl der Vizepräsidenten in den USA lässt sich die unterschiedliche Strategie der jeweiligen Präsidentschaftskandidaten erraten. McCain hat überraschend Sarah Heath Palin, die Gouverneurin von Alaska zu seiner möglichen Vizepräsidenten ernennt und geht damit auf den Fang nach jenen Stimmen, welche die Demokraten durch die Nichtnominierung Hillary Clintons verloren haben. Mit der fünffachen Mutter schließt der republikanische Präsidentschaftsbewerber John McCain eine Lücke in seiner Kandidatur, die er allein wohl kaum hätte bewältigen können. Zudem gilt sie als konservativ und loyal. Sie passt bestens ins Bild der Republikaner, um im Wahlkampf bestehen zu können.

Sarah Heath Palin wurde am 11. Februar 1964 geboren und schaffte es als erste Frau und jüngster Inhaber in das Amt des Gouverneurs von Alaska. Die studierte Journalistin wandte sich 1996 der Politik zu und war zunächst Bürgermeisterin der Kleinstadt Wasilla. Ihre Arbeit in Alaska war durch ein hohes Engagement für Bildung und den Ausbau der Infrastruktur gekennzeichnet, was ihr hohe Anerkennung einbrachte.

Die Ernennung zur Vizepräsidentschaftskandidatin kam äußerst überraschend, aber angesichts ihrer Biographie harmoniert sie wunderbar mit dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber John McCain.    [...mehr]


Kategorie: International, Politik
29. August 2008

Nach den vielen Emotionen der vergangenen Tage auf dem Parteitag der Demokraten hat Barack Obama nun ein ganz anderes Bild erzeugt. Kampflustig, authentisch und tatkräftig erschien er heute in Denver.

Wie schon vor 45 Jahren der Prediger und Bürgerrechtler Martin Luther King mit seiner Rede “I have a Dream”, so hielt auch Obama in Denver eine kämpferische und doch sachliche Rede. Vor 80.000 Zuschauern präsentierte er seinen Plan für die nächsten vier Jahre, sofern er denn das Weiße Haus erreicht. Momentan liegt er aber klar voraus.

Obama ist Präsidentschaftskandidat © Flickr /Sister72

Sein republikanischer Gegenkandidat McCain kommt mit seinem Konzept des ewig meckernden und Steuererleichterungsversprechenden Politikers nicht wirklich weiter. Barack Obama hat das Konzept McCains mit dem von Bush verglichen – und das mit Recht.
Nach acht Jahren Bush, bräuchte es eine Veränderung, sagte er, oder wie es auch sein Slogan ist: “Chance – we believe in“.
Seine Themen sind die klassisch demokratischen, wie zum Beispiel die Krankenversicherung, was in den USA immer noch ein Privileg ist.
Zudem inszeniert Obama den Ost – West – Konflikt nicht derart, wie der verutliche republikanische Präsidentschaftskandidat, der jeden Abend in TV – Spots diese Büchse öffnet. Der Nominierungsparteitag der Republikaner ist zwischen dem 1. und 4. September, auf dem McCain mit hoher Wahrscheinlichkeit gewählt wird. Besonderheit durch Abgrenzung scheint das Motto McCains zu sein, während Obama eher sachlich und überlegt seine Besonderheit darlegt. Die Präsidentschaftswahlen in den USA finden im am 4. November statt.    [...mehr]


Kategorie: Leben
29. August 2008

Auch wenn der 20jährige Michael S. sich nur mit sechs Stundenkilometern bewegte, so bleibt es nach Ansicht der Richter, dennoch Trunkenheit im Straßenverkehr.
Der Rollstuhlfahrer wurde bei einer Polizeikontrolle wegen verdächtigem Verhaltens angehalten. Er kam von einer Karneval – Veranstaltung und war sehr angetrunken. Mit 1,8 Promille wurde dem Rollstuhlfahrer aus Hagen ein polizeiliches Fahrverbot erteilt.
Knapp zwei Wochen später wurde er wieder von der Polizei aufgegriffen, dieses mal war er auf der Rückkehr von einer Geburtstagsparty betrunken aus dem Rollstuhl gestürzt.

Betrunken im Rollstuhl © Flickr /jan_et_

Inzwischen hatte der junge Gelegenheitstrinker Widerspruch gegen den Fahrverbots – Bescheid eingelegt, doch das Amtsgericht blieb bei der Entscheidung, mit der Begründung: “Man darf Behinderte nicht benachteiligen, aber auch nicht bevorzugen.”

Michael S. äußerte sich, laut “Bild – Zeitung“, genervt: „Ich wusste nicht, dass ich betrunken nicht fahren darf! Ich habe Mist gemacht, aber ich bin doch auf meinen Rollstuhl angewiesen.“

In der Tat ist es aber doch so, dass wenn der Fahrer keinen Rollstuhl benötigen würde, sondern zu Fuß gehen würde, hätte die Polizei die Person vermutlich nicht angehalten. Und bestimmt waren viele seiner Alterskollegen einer ähnlichen Verfassung.    [...mehr]


Kategorie: International
28. August 2008

Das erste Mal sind beide Seewege über die Arktis im hohen Norden frei befahrbar. Noch nie seit Menschengedenken ist die Eismasse in der Arktis derart geschmolzen, dass gleich beide Passagen frei waren. Das ist ein Alarmsignal sagen die Polarforscher. Vor allem in den letzten zwei Jahren hat die Eiskappe verdächtig abgenommen.

Arktis schmilzt © Flickr /Image Editor

Das Problem dabei ist, dass die weiße Pracht die Sonne reflektierte. Durch das Fehlen dieser Fläche wird die Erde zusätzlich erwärmt, da die Sonnenstrahlen nicht mehr in dieser Größenordnung ins zurück ins Weltall geleitet werden. Darüber hinaus verlieren die Eisbären ihren Lebensraum.

Auf der anderen Seite weckt die Erreichbarkeit durch die offenen Seewege Begehrlichkeiten, wie der Zugang zu Rohstoffvorkommen. Schon vor einer geraumen Zeit, haben die Russen symbolisch eine Nationalflagge auf dem Grund des Nordmeeres gebracht, um ihre dortigen Ansprüche zu dokumentieren.
Allerdings hat der Seeweg durch die Arktis auch positive Seiten, selbst für das Klima. So werde durch den verkürzten Weg viel CO2 gespart, denn die ursprüngliche Route durch den Suez – Kanal ist um knapp 40 Prozent länger, und damit verbrauchen die Schiffe auf der arktischen Route weniger Treibstoff.

Dennoch wissen Polarforscher, dass die Arktis alle zehn Jahre entsprechend wächst und wieder schrumpft. Doch mit dieser Geschwindigkeit hat bisher keiner gerechnet.    [...mehr]


Kategorie: Allgemein
27. August 2008

Erst vor drei Wochen gab es einen Anschlag auf die afghanische Schutztruppe, dabei wurden drei deutsche Soldaten verletzt. Der heutige Anschlag forderte ein Todesopfer.

Dass ein deutscher Soldat tot ist, ist gleichermaßen ein Schock für die die in Afghanistan stationierten Soldaten wie für den deutschen Verteidigungsminister Franz Josef Jung: „Es war ein feiger, hinterhältiger Anschlag“, sagte er nach dem er den Tod des Fallschirmjägers bestätigte.
Offensichtlich fuhr die gepanzerte Patrouille über eine Sprengfalle. Die Soldaten patrouillierten etwa sechs Kilometer südlich von Kunduz. Glücklicherweise war ein Team von Ärzten dabei, die sich sofort um die Verletzten gekümmert hatten. Leider kam für den Soldaten aus Zweibrücken im Saarland jede Hilfe zu spät.

ISAF Truppen © Flickr /N_Creatures

Auch wenn sich bisher niemand zu dem Anschlag bekannt hat, geht der Gouverneur der Region davon aus, dass es ein Anschlag der afghanischen Al Qaida Zelle war.    [...mehr]


Kategorie: International
27. August 2008

Der Abmarsch der russischen Soldaten aus Georgien ist kaum geschehen, da fand die russische Regierung eine Möglichkeit die Soldaten in den abtrünnigen Gebieten Georgiens, Südossetien und Abchasien, zu belassen.

Der russische Präsident Dmitrij Medwedew erkannte die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens von Georgien an. Jetzt sind diese Regionen aber mehr denn je abhängig von Russland.

Russische Panzer im Kaukasus © Flickr /openDemocracy

Russland will die Kontrolle und den Machteinfluss über die Anrainerstaaten seiner Grenzen nicht verlieren. Doch die NATO hält dagegen. Sie kritisiert die Anerkennung als internationalen Völkerrechtsbruch, da die für Unabhängig erklärten Gebiete zu Georgien gehören. Damit ist die territoriale Integrität, sowie die Souveränität Georgiens verletzt.    [...mehr]


Kategorie: International
26. August 2008

Gerade 13 Jahre, nach anderen Angaben 15, ist das Mädchen, das auf Geheiß der Radikal – Islamischen Terror – Vereinigung Al Qaida, einen Selbstmordanschlag im Irak verüben sollte. Doch Rania, so ihr Name, konnte es nicht über sich bringen und stellte sich der Polizei. Diese fesselte sie zunächst an ein Fenster. Ein Team von Spezialisten zur Bombenentschärfung befreiten das Mädchen von der Sprengstoffweste. Darüber hinaus führte das Mädchen die Beamten zu einem Sprengstofflager der Terroristen.

Inzwischen hat das US – Militär die Situation erkannt, dass immer mehr Frauen und Mädchen dazu gezwungen werden oder freiwillig ihr Leben für die Ziele der Al Qaida opfern. Als Reaktion darauf erstellten die US – Truppen im Irak eine weibliche Anti – Terror – Einheit.

Selbstmordattentäter werden in manchen radikal – islamischen Familien als Helden gefeiert und werden von der Gemeinschaft unterstützt. Dies treibt viele, gerade die Ärmsten, in die Arme von Terroristen. Der Vater des Mädchens hatte sich bereits in die Luft gesprengt.    [...mehr]


Kategorie: Politik
25. August 2008

Am vergangenen Wochenende hatte man die Gelegenheit die Bundesministerien, nebst Bundeskanzleramt, Bundespresseamt, Bundespressekonferenz und das europäische Haus zu besichtigen. Tausende Besucher nahmen die Gelegenheit wahr.
Kanzlerhubschrauber /Dav Ein Höhepunkt der 18 Besichtigungsmöglichkeiten war das Bundeskanzleramt. Doch bevor man hier eingelassen wurde, musst man seine Taschen abgeben und wurde vor dem Amtssitz Angela Merkels durch Metalldetektoren geschleust.
Selbstverständlich konnte man nicht alle Teile des Gebäudes inspizieren, aber der internationale Konferenzraum, das Foyer und einige Kunstwerke wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Schon vor dem Eingang stand die Staatskarosse der Bundeskanzlerin. Doch noch beliebter war der Kanzler-Hubschrauber, der sich im Garten befand.

Ein weiterer interessanter Blickfang sollte der Staatsschatz sein, der im Bundesministerium der Finanzen ausgestellt seinAusgabenidee /Dav sollte. Jene, die voller Freude nach der Schatzkammer fragten, wurden nach oben verwiesen. Aber es war ein aufschlussreicher Moment, als man jene Kammer betrat, denn dort stand geschrieben, dass sich der Schatz unserer Republik in den guten Eigenschaften unserer Bevölkerung befinde. Tapferkeit und andere Tugenden wurden erwähnt, welche mit jenen Worten die deutsche Nationalhymne anklingen ließ.
Obwohl dies recht clever gemacht war, waren doch einige Besucher, die zuvor wissbegierig die Treppen hinauf liefen, etwas enttäuscht wieder herunter gekommen.
Darüber hinaus bekam man einen Schokoladen – Euro, welchen man in einen der aufgestellten Behälter werfen konnte, welche wiederum für bestimmte Themenbereiche standen. So konnte man den geschenkten “Euro” quasi symbolisch für Mittelstand, Bildung, Umweltschutz, Forschung oder Familie verwenden, oder selbst vernaschen.

Auf der Bundespressekonferenz standen zudem zwei Tage lang namhafte Politiker, abwechselnd, den Besuchern Rede und Antwort.

Es war wieder einmal ein interessanter Einblick in die Arbeitsweise unserer Regierung.    [...mehr]


Kategorie: International
22. August 2008

Offensichtlich ist jetzt bekannt geworden, dass es nicht nur vier, sondern fünf deutsche Opfer beim Flugzeugunglück in Madrid gab. Zumindest hat das die spanische Regierung verlautbaren lassen. Der spanische Ministerpräsident José L. R. Zapatero hat in einer Fernsehansprache eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Auch der Thronfolger der spanischen Krone, Felipe, hat sich inzwischen mit einigen Angehörigen der Opfer getroffen und sein Mitgefühl beteuert.

Accidente T4 Barajas (primeras imagenes) 3 © Flickr /Ricardo Ricote

Nun wird eifrig an der Unfallursache geforscht, doch bisher gibt es noch keine neuen Anhaltspunkte. Zapatero hat angekündigt, den Vorfall lückenlos aufzuklären. Darüber hinaus sind noch immer nicht alle Toten identifiziert worden.

Bisher gibt es die Vermutung, dass die deutschen Opfer, eine Familie aus Pullach ist, die wohl in den Urlaub reisen wollte. Bundespräsident Horst Köhler und Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber haben ihr Beileid ausgesprochen.    [...mehr]


Kategorie: International
21. August 2008

Inzwischen ist die Zahl der Toten des Unglücks auf dem Flughafen in Madrid bekannt. 153 Menschen sollen bei dem Absturz ums Leben gekommen sein. Nur 19 Personen überlebten.

Gestern war die Verwirrung über die zu beklagenden Todesopfer ständig gestiegen. Heute scheint sie klar zu sein.

Offensichtlich hatte der Pilot dieser Unglücksmaschine der Spanair vom Typ MD-82 den ersten Startversuch abgebrochen.Accidente T4 Barajas (primeras imagenes)  © Flickr /Ricardo Ricote Der Grund hierfür sei ein Problem mit dem linken Triebwerk gewesen sein. Beim zweiten Start des Flugs JK 5022 fing die Maschine Feuer am linken Triebwerk. Die Maschine hob vom Boden ab und stürzte kurz danach wieder auf den Grund. Im Anschluss explodierte das Flugzeug.
Unter den Fluggästen befanden sich auch vier Deutsche, wie gestern die Lufthansa – als Partner der Spanair – bekannt gab. Erst vor Kurzem hatte die Lufthansa die Flugzeuge des Typs MD-82 wegen gravierender Mängel ausgemustert.

Sanitäter und Rettungspersonal berichteten von dem Grauen, das sich an der Unglücksstelle erkennen lässt. Manche sprachen von einem Schlachtfeld, manche verglichen den Anblick mit der Hölle.

Inzwischen sind Forensiker angereist um die verkohlten Leichen zu identifizieren. Psychologen betreuten die rund 200 Angehörigen, die sich um Ihre Verwandten und Freunde sorgen.

Besonders bitter scheint der Verdacht, dass die Spanair aus Sparzwängen die Flugzeuge des Unglückstyps nicht ausrangiert haben soll, eine Bestätigung dafür gibt es aber nicht.    [...mehr]


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