Beiträge vom: Juli, 2008

Kategorie: International, Medien
29. Juli 2008

Die populärste Suchmaschine Google muss neue Konkurrenz fürchten. Denn ehemalige Mitarbeiter aus den Unternehmen Google, Altavista und IBM haben still und heimlich eine neue Suchmaschine entwickelt, die nach Angaben der Welt über 120 Milliarden Webseiten erfassen soll und somit insbesondere Google den Rang ablaufen will. So ambitioniert das Konzept der Suchmaschine ist, so ambitioniert ist auch der Name, der auf „Cuil“ hört, aber „Cool“ ausgesprochen wird. Also nicht mehr googeln, sondern coolen.

Die Suchmaschine Cuil soll aber nicht nur über 120 Milliarden Webseiten erfassen und somit den größten Index auf dem Suchmaschinenmarkt stellen, sondern auch die Nutzer in ihrer Privatsphäre schützen. Denn die IP-Adressen eines jeden Nutzers sollen nicht gespeichert werden. Ebenso will die Suchmaschine darauf verzichten, die Ergebnisse nicht allein nach der Popularität der Webseiten aufzureihen. Vielmehr sollen auch die Inhalte der Webseiten in die Rangordnung der Ergebnisse einfließen. Und auch die Ergebnisse werden nicht untereinander präsentiert, sondern in drei Spalten mit längeren Textauszügen der Webseiten sowie Bildern gelistet. Zudem werden die Ergebnisse in Kategorien gebündelt.

Es bleibt aber noch abzuwarten, ob die Suchmaschine Cuil wirklich dem Giganten unter den Suchmaschinen Google gefährlich werden kann. Optisch ist die neue Suchmaschine sicherlich vielversprechend, und auch die Effizienz der Suchergebnisse scheint erfolgversprechend. Aber der schlafende Riese wurde jetzt geweckt, und der digitale Machtkampf kann beginnen.    [...mehr]


Kategorie: Wirtschaft
25. Juli 2008

Lufthansa flickr ©bribriTO

Ab kommenden Montag müssen sich die Ferienreisenden in Deutschland aufgrund des um o Uhr beginnenden Lufthansa-Streikes mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Da sowohl Kabinen- als auch Bodenpersonal streiken, fallen zahlreiche Flüge gänzlich aus.

Bei der Urabstimmung zum Arbeitskampf hatten 90,7 Prozent der Ver.di-Mitglieder für einen Streik gestimmt. Mit Einschränkungen muss an fast allen Standorten in Deutschland gerechnet werden, da die Streiks zeitversetzt in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart stattfinden.
Die Gewerkschaft fordert für die rund 52.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung um 9,8 Prozent. Bisher hatte die Lufthansa 6,7 Prozent in zwei Etappen sowie eine Einmalzahlung geboten. Für den anstehenden Streik hat die Lufthansa jedoch einen Notfallplan entwickelt, der mindestens 75 Prozent der gesamten Flüge aufrecht erhalten soll.

Damit könnten die Fluggäste innerhalb kürzester Zeit zum zweiten Mal Opfer von Streiks werden, denn in dieser Woche hatte ein Arbeitskampf der Piloten-Gewerkschaft Cockpit die Lufthansa-Töchter Eurowings und Cityline lahm gelegt.    [...mehr]


Kategorie: Kommentar, Wissen
22. Juli 2008

Gendoping bedeutet nichts anderes, als dass Sportler ihre Erbsubstanz manipulieren, um Höchstleistungen zu ermöglichen. Klingt futuristisch, ist aber längst Realität.

Gendoping

Sportler unterziehen sich einer Stammzelltherapie, lassen mithilfe von Medizinern gezielt ihre Erbsubstanz manipulieren, damit die Muskeln noch leistungsfähiger werden oder die Lungen noch mehr Sauerstoff ins Blut bringen. Gendoping heißt die Methode, einerseits gefürchtet, weil sie sich kaum nachweisen lässt, andererseits sind viele Forscher und auch Politiker davon ausgegangen, dass die Sportler davor zurückschrecken würden, weil die Risiken für die Gesundheit als lebensbedrohlich gelten.

Gestern Abend hat die ARD eine Dokumentation gezeigt, und die weist auf, dass diese Methode in China bereits angeboten und praktiziert wird.    [...mehr]


Kategorie: Leben
21. Juli 2008

Von Tour de Farce, drogengedröhnten Journalisten und Schwerst-Doping die Schnauze voll? Mal wieder so richtig altmodisch einen hinter die Birne knallen? Es gibt noch Hoffnung auf der Welt. In flüssiger Form vom 1. – 3. August auf der Biermeile in Berlin.

Für alle anderen Formen kann ich nicht garantieren, also ist es am besten, in zwei Wochen mal in Berlin vorbeizuschauen. Offizieller Name der Biermeile ist Bierfestival Berlin 2008, aber Biermeile klingt schöner und bringt die Sache besser auf den Punkt. Zu sehen gibt es: 2,2 Kilometer lang Bierstände und Menschen, eine Meile lang Biergarten. Zu trinken gibt es: Biere aus aller Welt, mit dem diesjährigen Schwerpunkt auf tschechischem Bier.

Bier leer - Bier her! © flickr / Malkav

Uns bei kurzreporter ist das Bier bedauerlicherweise schon länger ausgegangen. Für mich also bitte einen großen Kasten Pils mit ein, zwei exotischen Vertretern drin. Meinetwegen auch Bier aus Vietnam. Gibts auch auf der Biermeile. Nichts wie hin!    [...mehr]


Kategorie: Boulevard
19. Juli 2008

Die Tour de France, einst ein ehrenhafter Wettkampf zwischen ganzkörperrasierten Männern, verkommt mehr und mehr zu einem Hort der Unmoral. Es scheint, die einzigen, die nicht dopen, sind die Kühe am Wegesrand (oh ja, einige der Journalisten vor Ort sehen so aus, als hätten sie Selbsttests gemacht…).

Nun, an dergleichen werden wir uns gewöhnen müssen. Ich wäre, ehrlich gesagt, verblüfft, wenn die Doping-Regeln in den nächsten Jahrzehnten nicht deutlich gelockert würden. In anderen – nicht-sportlichen – Bereichen werden Höchstleistungen schon seit Jahrzehnten nur noch unter Einfluss nicht körpereigener Substanzen der zweifelhaften Sorte erreicht. Helmut Schmidt raucht Kette. Hemingway trank dementsprechend. Jimi Hendrix hätte nüchtern wohl kaum mit der Zunge Gitarre gespielt.

An der Schwelle zum einundzwanzigsten Jahrhundert hat die Menschheit in den westlichen Industrienationen einen Standard erreicht – etwa, was die Ernährung, die gesundheitliche Versorgung und den Schutz des Körpers etc. betrifft -, der kaum zu übertreffen sein wird.

Mit anderen Worten: Wir haben, was die sportlichen Leistungen angeht, den Gipfel unter natürlichen Bedingungen erreicht. Die Rekorde der nächsten Jahre werden die endgültigen sein.

Vorausgesetzt, wir lassen nicht zu, dass der menschliche Körper noch mittels anderer Optionen, jenseits des klassischen Trainings, optimiert wird. Bedingungen können gesprengt werden. Es wäre, freilich, immer weniger ein Sieg der Sportler und immer mehr ein Triumph der Biochemiker.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet, erscheint die Tour de France 2008 (und 2007, und …) nur wie die Spitze eines enormen Eisbergs, mit dem man sich ernsthaft wird auseinandersetzen müssen.

Ein Freund, Student der Sportwissenschaften, ist übrigens der Überzeugung, dass man, um den Sport zu retten, einfach die vermeintlich alten Sportarten abhaken und neue einführen wird- etwa Rückwärts-Marathon oder dergleichen. Warum auch nicht. Lustig sind beide Optionen allemal. Und die Zuschauer sind eh besoffen.    [...mehr]


Kategorie: Politik
18. Juli 2008

Bei einer problematischen chemischen Reaktion hat es in den Boschwerken in Bamberg einen Unfall gegeben, der bisher geschätzt 60-80 Verletzte zur Folge hat. Es ist noch unklar, warum genau sich der Zwischenfall ereignete, aber der Chemieunfall bei Bosch scheint schlimmer zu sein als zunächst angenommen.

So wurden die Meldungen von 60 Verletzten relativ schnell auf 80 Verletzte korrigiert. Jetzt geht natürlich das große Rätselraten los. Was kann da bloss “chemisch” schiefgegangen sein, so dass fast hundert Leute in Mitleidenschaft gezogen werden? Die örtliche Polizei sprach von “Rostschutzmitteln”. Rostschutzmittel? Was kippen die denn auf ihre Versatzstücke?

Es bleibt zu hoffen, dass die Zahl der Verletzten nicht noch weiter steigt und bald Näheres über die Unfallursachen bekannt wird.

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Kategorie: International, Leben
15. Juli 2008

Er tanzt sich um die ganze Welt: der Amerikaner Matt Harding. Und sein neuestes Video „Dancing 2008“ haben nach drei Wochen bereits sechseinhalb Millionen Menschen auf YouTube gesehen. Er bereist dabei tanzend die schönsten Plätze der Welt. Aber ein besonders guter Tänzer ist er nicht. Seine Tanzschritte muten äußerst merkwürdig an, aber das macht ihn auch so sympathisch. Und in seinem neuen Video schwingt er seine Arme und Beine nicht mehr allein, sondern diesmal gesellen sich die einheimischen Menschen dazu, die mit ihm gemeinsam tanzen. Und das in Amerika, Europa, Afrika und Asien. Der tanzende Weltenbummler Matt Harding ist der geheime Star in der großen digitalen Welt.

Die Idee, an allen bereisten Orten der Welt einen Tanz aufzuführen und diesen auch noch zu filmen, wurde bei seiner Reise durch Asien im Jahr 2003 geboren. Sein erstes Tanzvideo erschien dann 2005 und fand seine Fortsetzung 2006. Matt Harding tanzt, und tanzt, und tanzt.

Matt Harding ist ein Phänomen, dem sich nicht so einfach zu entziehen ist. Seine Tanzperformances sind einfach nur ein amüsanter Augenschmaus.    [...mehr]


Kategorie: Politik
9. Juli 2008

Wie gerade eben von Nachrichtensender NTV berichtet wurde, haben bisher unbekannte Täter das Feuer auf das US-Konsulat in Istanbul eröffnet. Aus einem fahrenden Auto feuerten die bewaffneten Männer auf die US-Vertretung. Bei dem Schusswechsel sind drei der Angreifer getötet worden und ein Polizist erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Zudem sind Menschen verletzt worden, die vor der Einrichtung wegen Visa-Angelegenheiten angestanden haben sollen. Mittlerweile sprechen die ersten Berichte von insgesamt sechs Toten.    [...mehr]


Kategorie: Leben
8. Juli 2008

Ein unglaublicher Skandal erschüttert das beschauliche Schwerin.
Seit einer Woche liegt der 21jährige Igor P. auf der Intensivstation der Helios-Kliniken in Schwerin.
Diagnose: Windpocken.

Igor wird künstlich beatmet, zahlreiche Schläuche führen aus seinem Körper raus, sein Gesicht ist mit einer dicken, weißen Creme bedeckt. Er liegt im Wachkoma.
Was kleine Kinder mit Jucken, Fieber und Pusteln relativ gut wegstecken, hat bei Igor zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung geführt. Seine Mutter erstattete nun Anzeige gegen zwei Notärzte wegen unterlassener Hilfeleistung. Die Öffentlichkeit solle davon erfahren, “dass mein Sohn Igor keine Hilfe von den Ärzten erhalten habe.” Anstatt ihre Sorgen ernst zu nehmen, hätten die Ärzte sie stattdessen eingeschüchtert.     [...mehr]


Kategorie: International
6. Juli 2008

Laut Medienberichten wurden bei einem Selbstmordanschlag in Nord-Afghanistan auf ein Bundeswehrfahrzeug drei deutsche Polizeiausbilder und außerdem noch 4 Einheimische verletzt.  Der Attentäter soll westlich von Kundus mit einem Auto ein Bundeswehrfahrzeug gerammt haben und zudem noch 3 Schulmädchen, die gerade vorbei liefen, verwundet haben.

Ein Sprecher der EU-Polizeiausbilder berichtete, dass die die drei deutschen Ausbilder mit ihrem afghanischen Dolmetcher lediglich nur leicht verletzt seien. Das Fahrzeug sei komplett zerstört.

Im Rahmen der ISAF-Mission sind in Nordafghanistan 3.000 Bundeswehrsoldaten stationiert und im Zuge der QRS-Einheit, wird dieses Kontingent noch mal aufgestockt, um die wieder zunehmenden Anschläge zu verhindern.    [...mehr]


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